TanzMedia - Medien faszinieren und Tanz bewegt

Die Projektreihe von Katja Batzler möchte Experimentierräume eröffnen für eine Verbindung von körperlichen und medialen Ausdrucksformen. TanzMedia bietet bedarfsorientiert:  Projekte für unterschiedliche Zielgruppen + Themen und Referentenausbildung.

TanzMedia Projekte

TanzMedia wurde als Projektreihe konzipiert, die bedarfsorientierte Konzepte für pädagogische Einrichtungen liefert, tänzerische Bewegungen mit Medien kreativ zu kombinieren. Dem vorwiegend technischen und kognitiven Umgang mit Medien wird die fehlende sinnliche Kompenente hinzugefügt, um eine ganzheitliche und ästhetische Medienerziehung zu fördern. Ein Projekt aus der Praxis geboren, denn Medien faszinieren und Tanz bewegt. Reduzierte Technik für den Schulalltag und kleine Budgets. Zur Unterstützung und als Projektprinzip werden multiprofessionelle Referenten hinzugezogen.

Die Tanzleitung hat Nadja Winterstein inne, die mit ihrer Erfahrung als Schulsozialarbeiterin und freie Tanzpädagogin TanzMedia wesentlich mitentwickelt hat: Erlebnispädagogische Übungen und kreativer Tanz öffnen die Wahrnehmung für ein ganzheitliches Lernen mit Medien. Wie verbindet sich kreativer Tanz mit aktiver Medienarbeit...lesen Sie unsere Projektberichte...Oder schauen unsere Ergebnisse in www.youtube.com/TanzMedia und www.medien-bilden.de

TanzMedia Schwerpunkte

Berufsvorbereitung. Für Jugendliche in der Berufsfindungsphase bieten wie die Projektform Step up an. Videotanz ist eine zeitgeistige Kunstform und etwas völlig Neues für die Jugendlichen, sich darauf einzulassen erfordert Mut und Selbstbewusstsein, Schlüsselkompetenzen fürs Berufsleben. Videotanz als künstlerische Medienbildung eröffnet besonders benachteiligten jungen Menschen mit Schwierigkeiten sich zu präsentieren und verbal auszudrücken, neue und vor allem freudvolle Zugangswege, sich neu, anders und kompetent zu erleben. Die Verbindung von Bewegung und Medienarbeit eröffnet einen spielerischen und experimentellen Zugang über eigene Stärken und Schwächen zu reflektieren und zieldienlich für eine Gemeinschaftsproduktion um zu setzen. 

Inklusive Medienbildung. Sensibilisierung der Teilnehmenden für Inklusion mit Hilfe von ästhetischer Medienbildung. Die medialen und körperlichen Experimentierräume des TanzMedia-Konzeptes schaffen besondere Begegnungs- und Ausdrucksmöglichkeiten. Im Sinne von „Kultur lernen – Kreativ leben“ möchte TanzMedia den Jugendlichen das Erschließen neuer Kommunikationsformen und Einblicke in ästhetische Fantasien von Menschen mit verschiedenen biografischen Erlebnissen anbieten. Interkulturelle Jugendbildung für ein Miteinander am Beispiel der Ausgrenzung von Sinti&Roma. Das Pilotprojekt "Blaudes – Tanzen und Filmen gegen Rassismus und das Vergessen" wurde im Rahmenprogramm der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Deutschen Sinti und Roma in Berlin/ Oktober 2012 präsentiert. Weitere Blaudes-Aktionen stehen unter der Schirmherrschaft des Landesverbandes der Sinti & Roma in RLP...Blaudes on Tour....

TanzMedia verbindet aktive Videoarbeit mit kreativem Tanz und eröffnet den „Blickwinkel“ auf die Verbindung von Tanz und Medien als zweite, filmische „Erzählebene“ und das damit verbundene choreografische und bühnengestalterische Potential (Digitaler Tanz/ Videotanz). Wie kann man sich nun eine Verbindung von Tanz und Medien vorstellen? Das kann mit einem Film als Bühnenhintergrund anfangen, überrascht mit gekippten Perspektiven, die Tänzer scheinbar an der Decke tanzen lassen oder geht weiter mit der „tanzenden Kamera“ (Physical Cinema) – einer koordinierten Kamera- und Tanzchoreografie.

Der Link zum Trailer 

TanzMedia Angebote

Projekt "have a break, have a dance-cut" Edenkoben
Workshop Topshot mit Referenten/innen
Pilotprojekt mit 10. Klasse IGS Gartenstadt, Fach Kommunikation&Kultur

Projekte für Kinder und Jugendliche

  • Standardprojekt Step up – 5 Tage mit 2 Referenten

  • Standardprojekte „body talks/ Der erste Eindruck“ – 1 Tag mit 2 Referenten
  • Bedarfsorientierte Projekte
  • Pilotprojekt Blaudes - 4 Tage mit 2 Referenten
  • Standardprojekt Blaudes - 2 Tage mit 2 Referenten ab 2013)

Fortbildungen für Erwachsene

  • Gezielte Referentenausbildung – sieben Tage (ab 2012)

 

TanzMedia Konzept

TanzMedia fügt dem vorwiegend kognitiven bzw. technischen Umgang mit Medien die fehlende sinnliche Komponente hinzu und fördert eine ganzheitliche ästhetische Medienbildung. Videotanz verbindet aktive Videoarbeit mit kreativem Tanz, der nicht „abgefilmt“ wird, sondern durch die Kommunikation zwischen Tänzern und der „tanzenden Kamera“ etwas Neues entstehen lässt, was die Teilnehmer selbst gestalten. Zwei Referenten (Medien- und Tanzpädagoge) moderieren zu unterschiedlichen Themen Gestaltungsprozesse, die in eine Aufführung und/oder Filmprodukt führen. Doch die Auseinandersetzung mit den Vorstellungen und Werten ihrer Altersgenossen fällt Jugendlichen nicht immer leicht. Entwicklungsbedingt beschäftigen sich Jugendliche mit Selbstdarstellung und Identitätsfragen, aber sie brauchen Anregungen und Betreuung von reifen Persönlichkeiten, um ihre Welt- und Medienerfahrungen differenziert wahrzunehmen. Globalisierung, Kommunikationskultur und Arbeitswelt fordern von qualifizierten jungen Menschen, dass sie ihren eigenen Weg durch die Informationsflut finden. Das Projekt knüpft an vorhandenen Fähigkeiten an, um mit Kindern und Jugendlichen einen neuen Wahrnehmungsraum zu entwerfen, dem ein gewandeltes Körperbild und eine veränderte Ästhetik zugrunde liegen. Die Anwendung von Videotechnik im Tanz gibt unmittelbare Rückmeldungen, schafft Erfolgserlebnisse und vielfältige Kompetenzerfahrungen. Die Tanzübungen lassen die Teilnehmer körperlich den Unterschied zwischen Realität und Virtualität erleben. Ein Begreifen mit mehreren Sinnen hinterlässt nachhaltige Spuren für eine differenziertere Wahrnehmung und erfordert ganzheitliches Eintauchen in kulturelle Ausdrucksformen. Solche Lernerlebnisse liefern Erfahrungen gegen die kognitive Überlagerung und reflektieren die Reduktion unserer Körper.

Tanz ist eine körperlich-kulturelle Ausdrucksform, die zunächst keine verbale Kommunikation erfordert. Das ist der ideal Ausgangspunkt z.B. für Kinder und Jugendliche mit Sprachproblemen durch Migrationshintergrund oder Lernbehinderung. Visuelle und körperliche Wahrnehmung differenziert zur Kommunikation einzusetzen ist für diese Zielgruppen leichter als sich kognitiv bzw. rein sprachlich zu äußern.

Das Zusammenspiel von Videoarbeit und Tanz wird technisch realisiert mit digitalen Videokameras, Beamer, Projektionsfläche und einer besonderen Multimedia-Software. Filmische Verfahren werden für den choreographischen Prozess adaptiert. Die Möglichkeiten im Videotanz sind vielfältig: bei Experimenten in körperlichen und digitalen Mischräumen (Hybriden) z.B. durch „Bildebenen-Tanz“, durch Erlebnisse mit der „tanzenden Kamera“ und durch ungewöhnliche Perspektiven erzeugen die Teilnehmer spielerisch mit den eigenen Körpern bewegte Kamerabilder und –geschichten. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung wird dabei geschult und weil im gemeinsamen Bildebenen-Tanz immer auf die Mittänzer zu achten ist, werden ganz „nebenbei“ Achtsamkeit und Konzentration gefördert. Im gemeinsamen Spiel vor der Kamera ist die Verständigung ohne Worte wichtig, das bewegte Miteinander bietet viele lustige Momente. Kinder mit Aufmerksamkeitsbedürfnis bekommen eine positiv besetzte „Bühne“. Jeder findet seinen Platz und seine Bewegung im Bildraum bzw. seine Aufgabe innerhalb der Produktion. Eine öffentliche Abschlusspräsentation (z.B. in einem Theater) sorgt für den nötigen Ernstcharakter. Eine solche Erfahrung in einem selbst gestalteten Kulturraum lässt die Teilnehmer sich als Teil eines künstlerischen Akts erleben, der nur im Miteinander von eigenem Tun, dem „Eingespieltsein“ mit dem künstlerischen Team und der Reaktion des Publikums entstehen kann. Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung: Fortbildungen für Multiplikatoren (modulförmig aufeinander aufbauend) befähigen zur Durchführung von Projekten oder einzelner Methoden (siehe Flyer). Projektreflexion und Weiterentwicklung geschieht in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Begleitern, u.a. Prof. Capurro oder Prof. Lang, die TanzMedia unterstützt weil: „… es in idealer Weise Aspekte kreativen Arbeitens mit dem Körper verbindet und gleichzeitig Medienkompetenz im Bereich von alten und neuen Medien einübt. Mit Kreativität sind wir alle - als Menschen – von Beginn an ausgestattet. Sie kann gefördert und entwickelt oder aber gehemmt und blockiert werden. Mittels Kreativität können wir unsere Individualität und Einzigartigkeit in Abgrenzung zur Vereinheitlichung der Mainstream-Medien ausdrücken.“

 

TanzMedia Filme

Wie arbeitet das TanzMedia Team?

Das Making Of des ersten "Blaudes" Projektes zeigt und erklärt die Arbeitsweise und die Zielsetzungen des TanzMedia Ansatzes anschaulich und mit Kommentaren von Mitwirkenden.

TanzMedia Trailer

Dieser kurze Zusammenschnitt aus verschiedenen Projekten gibt Einblicke in die Vielfalt und Ästhetik der Projektreihe und motiviert zum Mitmachen!

Übersicht Aktionen seit 2007

  • Projekte
  • Fortbildungen
  • Präsentationen
  • Internetauftritte

Projektliste

  • Pilotprojekt: TanzMedia im Unterrichtsfach „Kommunikation & Kultur“ in der Integrierten Gesamtschule Ludwigshafen Gartenstadt, gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart und dem Kulturbüro der Stadt Ludwigshafen, Premiere im Kultursommer 2007.
  • TanzMedia Einheiten innerhalb des EU-Projektes „Begegnungen“ „intervention through art education“ (www.itae.at) in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Landhausschule in Heidelberg. Grundschüler der dritten und vierten Klasse experimentieren mit ihrer Selbstwahrnehmung im Bildebenentanz zum Thema „Selbstbegegnung“. Juni 2008
  • Projekt für den Kongress zum Kulturfestival „Vor allem Kultur“ -Kreativität der Schulen. Schulen der Kreativität" mit SchülerInnen des Hölderlin-Gymnasiums, Lauffen a.N. Juli 2009
  • TanzMedia als schulübergreifendes Projekt mit drei Schulen aus Edenkoben/ Pfalz. Gymnasium, Real- u. Hauptschule kooperieren ein Schuljahr lang für einen Tanzfilm zum Thema: Pause bewegt. Abschlusspräsentation mit Live-Kamera-Effekten und Bühnenshow am 27.06..2009. Prof. Dr. Susanne Lang moderiert die Premiere (Hochschule Mannheim)
  • Lehrauftrag WS 2010/11 an der PH Ludwigsburg „Tanz und Medien“, Dozentin Ann Kathrin ist Multiplikatorin TanzMedia
  • TanzMedia integriert im Nachmittagsunterricht der Ganztagsschule (Integrierte Gesamtschule Wachenheim/Deidesheim). Das Thema Großstadt wird mit Videotanz Methoden (Bildebenentanz und Experimenten mit dem Bluebox-Verfahren) umgesetzt. Die Sportlehrerin ist Multiplikatorin TanzMedia. Premiere im Juni 2010.
  • Beginn einer Forschungsarbeit an der Hochschule für Sozialwesen Mannheim über Non-formale Bildungsprozesse in Tanz/ Videotanz Projekten. Studenten/innen bekommen im WS 2010/11 eine eintätige Schulung, dann begleiten Sie das GTS-Projekt in Wachenheim.
  • TanzMedia Projekt „Step up“ für Jugendliche mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Ein Kooperationsprojekt mit der Bürgerstiftung Pfalz/ Landau im Rahmen der Projektreihe „Wir brauchen Dich“ vom 24.-28.März 2010. Prof. Dr. Rafael Capurro wird Ehrengast.
  • Neues Pilotprojekt „Der erste Eindruck“ an der Schloss-Schule Oggersheim (Förderschwerpunkt Lernen) zum Thema Körperbewusstsein u. Präsenz 09/10
  • Forschungsprojekt „TanzMedia AG“ an der IGS Wachenheim/ Deidesheim in Kooperation mit der Hochschule für Sozialwesen in Mannheim bis Sommer 2011 – Fortführung 2012
  • 5 tägiges TanzMedia Projekt „Step up“ für Jugendliche im Übergang Schule/ Beruf, voraussichtlich 03/11
  • Eintägiges TanzMedia Projekt „Der erste Eindruck“ im Rahmen der Projektwoche an der Schloss-Schule Ludwigshafen-Oggersheim. voraussichtlich 06/11
  • Kurzworkshop TanzMedia zum Thema „Präsenz“ im Rahmen des Projektes „pimp your future“ von medien+bildung.com an der Realschule plus in Rammstein

Fortbildungen seit 2008

  • Eigene Schnupperkurse im März, April, Juni 2008
  • Erste Fortbildung Digidance Basis im September / Oktober 2008
  • Schnupperkurs mit Verband Volkshochschulen RLP/ Mainz im April 2009
  • Fortbildung „TanzMedia interaktiv“ in Kooperation mit ZKM Karlsruhe, Medienkünstler Christian Ziegler 09/09
  • Schnupperkurs & Showing im Rahmen Videotanzfestival Pool 09 bei Dock11 in Berlin, Oktober 2009
  • Schnupperkurs in Kooperation Medienzentrum Ludwigshafen am 27.02.2010
  • Workshop „physical cinema“ in Kooperation Medienzentrum Ludwigshafen
  • Blockseminar „Einführung Videotanz“ mit der SRH Hochschule Heidelberg am 17.04.2010
  • Lehrveranstaltung in der Hochschule für Sozialwesen Mannheim im WS 2010/11
  • Kurzworkshop Videotanz bei Tanzpiraten e.V. Verein für Tanz + Neue Medien, Mannheim 09/10
  • Schnupperkurs und Showing im Rahmen des Videotanzfestival Pool10/ Dock11 Berlin
  • Kurzworkshop für Kursleiter/innen der VHS Verband RLP in Kaiserlautern
  • voraussichtlich 03/11
  • Kurzworkshop für Erwachsene im Rahmen des Offenen Treff der PH Heidelberg
  • voraussichtlich 05/11
  • TanzMedia in Berlin 2011 im Rahmen des Videotanzfestivals Pool11 - 11/11
  • Gezielte Referentenausbildung für TanzMedia Multiplikatoren/innen ab 2012
  • TanzMedia Labor, Experimente mit neuen Techniken für TanzMedia Referenten/innen

Präsentationen

  • Vortrag im Seminar Medienpädagogik Pädagogische Hochschule Heidelberg 2007
  • Vortrag im Seminar Pädagogische Psychologie Universität Heidelberg 2007
  • Vortrag bei Medien Arbeitskreis KITA/ Hort AG im Landkreis Mainz Bingen
  • Vortrag in der Hort AG, Landkreis Alzey Worms (August 2008)
  • Kurzworkshop im Kongreß „Ganztagsschulen Rheinland-Pfalz“ GyGo Mainz 09/09
  • TanzMedia-Filme als Vortragsimpuls für Prof. Capurro bei Edigheimer Gesprächen am 08.06.09 im Gymnasium Edigheim.
  • Präsentation/ VA beim Kongress „Vor allem Kultur“. Kultusministerium startet Schulwettbewerb Impuls zur ästhetisch-künstlerischen Bildung“ in Stuttgart am 3. Juli 2009 in Kooperation mit der Lehrerakademie Bad Rotenfels
  • Präsentation beim Forum Medienkompetenz der LMK RP in Koblenz, 16.09.09
  • Präsentation im Offenen Treff der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, 14.01.10

Internetauftritte