Aktuelle Pressestimmen

TanzMedia Projekt Blaudes geht auf Tour - Erstes Etappenziel Kaiserslautern

„Blaudes – Tanzen gegen Rassismus und Vergessen“

Tanzprojekt als Entree in die Ausstellung „Gesichter des Widerstands“ im Wadgasserhof

Eine etwas andere Einführung erhielten die Schülerinnen und Schüler der 10 e des Burggymnasiums in Kaiserslautern mit ihrem Lehrer Daniele Agnetta, als sie am Donnerstag, 07. März 2013, die Ausstellung „Gesichter des Widerstands“ im Wadgasserhof des Theodor-Zink-Museums besuchten. Denn statt der sonst üblichen erläuternden Worte erwartete sie Tanz: Inmitten der Ausstellung über den Widerstand der Gruppe „Weiße Rose“ gegen das totalitäre NS-Regime folgten die Schülerinnen und Schüler aufmerksam dem Film „Blaudes – Tanzen gegen Rassismus und das Vergessen!“ Schülergruppen aus Ludwigshafen hatten zuvor ihre Empfindungen angesichts der Gräueltaten während der NS-Zeit in Tanz geformt und filmisch festgehalten. Die Lauterer Schülerinnen und Schüler erfassten sofort die Gefühle, die da sich im Tanz ausdrückten: „Scham über das, was geschah“. So diente das Tanzprojekt als Brücke zu den Beweggründen des Freundeskreises um die Geschwister Scholl, die mit Flugblättern gegen die Propaganda der Nazi-Regierung anzugehen versuchten und dies zum Teil mit dem Tod bezahlten. Aufmerksam lasen die Jugendlichen die diversen Schautafeln der Ausstellung, die unter anderem den Bezug der Weißen Rose zur Pfalz veranschaulichen. Auch die Briefe Marie Herbigs an die Reichskulturkammer, in denen sie sich gegen die Zerstörung jüdischen Besitzes während des Novemberpogroms 1938 wandte, zogen das Interesse der Jugendlichen auf sich, ebenso wie die ausgestellte Original-Akte der Gestapo über die Lauterer Künstlerin.

Das Tanzprojekt „Blaudes“ ist ein Projekt des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma (Heidelberg) in Kooperation mit der medien+bildung.comgGmbH (Ludwigshafen).

Die Ausstellung „Gesichter des Widerstandes“ in München und Kaiserslautern - zur Erinnerung an die Widerstandsgruppe Weiße Rose und die Protestschreiben der Lautrer Künstlerin Marie Herbig“ ist noch bis 10. April 2013 im Wadgasserhof des Theodor-Zink-Museums zu sehen.

Autor/in: Claudia Mühlberger - Pressestelle

Kaiserslautern, 11. März 2013

 

TanzMedia im GMK Buch "Digital native oder digital naiv?" kopaed 2012

Prof. Franz Josef Röll schreibt in seinem Aufsatz zu "Medienpädagogischen Trends" über die TanzMedia Projektreihe auf Seite 62:

"TanzMedia - Physical Cinema"

Katja Batzler von medien+bildung.com hat transmediale Ideen in ihr Konzept Tanzmedia integriert. Sie verknüpft Tanz, Choreografie, Körper- und Raumwahrnehmung, audiovisuelle Gestaltung und Dramaturgie zu einem Ensemble. Jugendliche entwickeln eigenständig Szenen, die sie in einem vorgegebenem Erfahrungsfeld, Vordergrund (Nähe, Gefühl, Emotion), Mittelraum (Handlungsebene in der NOrmalansicht) und Hintergrund (Aktionsraum der Distanz) darstellen. Die Aktionen werden mit Video aufgenommen und sind zeitgleich auf einer Leinwand zu sehen. Bei diesen Projekten kommt es zu einer Verarbeitung multioptionaler Sinneswahrnehmungen (Körper, Bild, Teamerinnen, Peers). Die Koordination von Seh,- Körper- und Raumwahrnehmung begünstigt die kreuzmodale Wahrnehmung, es kommt zu einer sensorischen Verknüpfung unterschiedlicher Sinneswahrnehmung. Die Sensibilisierung für musikalische Ausdrucksformen (Laufen im Rhythmus der Musik) wird gesteigert und Körper, Sinne und Kognition werden als Erfahrungsraum interpretiert, der sich permanent gegenseitig inspiriert."

Artikel über TanzMedia bei www.kinofenster.de im April 2010:

„Videotanz: ein neuer Blick auf neue Bewegungen

Eine besondere Kombination bietet der Videotanz im Programm TanzMedia – getanzte Medienkompetenz! in Ludwigshafen an der Lernwerkstatt medien+bildung.com. Zielgruppe sind Schüler/innen mit erhöhtem Betreuungsbedarf aus Haupt- und Berufsbildenden Schulen, die in mehrtägigen Workshops von einer Tanz- und Medienpädagogin angeleitet werden: "Die Jugendlichen werden dahin gebracht, sich eigene Bewegungen auszudenken. Egal ob man tanzen kann, oder sportlich ist – es entstehen ganz neue Bewegungsmuster und ein neuer Blick darauf“, sagt die Medienpädagogin Katja Batzler. Die intermediale Kunstform, die von Künstlern/innen in den 1960er-Jahren erfunden wurde, wird auch zur Persönlichkeitsstärkung eingesetzt. Gedreht werden keine Musikclips, es geht um die Interaktion zwischen Tänzer/innen, Kamera und ungewohnten Blickwinkeln. Manchmal hängt die Kamera an der Decke, und die Jugendlichen müssen auf diese gekippte Perspektive in besonderem Maße reagieren, in dem sie sich etwa flach am Boden entlang bewegen. Neben dem kreativen Tanz aus freier Bewegung und Improvisation werden die Grundlagen der Filmtechnik vermittelt und dabei Rollentausch geübt: Mädchen hinter die Kamera, Jungs tanzend davor. So lernen sie sich auch in der Wahrnehmung des anderen Geschlechts kennen und setzen sich damit auseinander.“

Auszüge aus Artikeln von Prof. Franz Josef Röll über die Projektreihe TanzMedia

Dieter Baacke Preis Handbuch 5 (Beiträge aus Forschung und Praxis); kopaed 2010.

Prof. Röll über „Wahrnehmungswandel durch digitale Lebenswelten“, Seite 29-30

„TanzMedia – getanzte Medienkompetenz….Produziert wird die „getanzte Medienkompetenz“ nicht nur in Workshops oder „Studiosituationen“. medien+bildung.com geht auch in die aktuellen Sozialräume von Kindern und Jugendlichen, die u.a. in den Schulpausen Tanzvideos zum Thema „Pause bewegt!“ produzieren…“

Zoom 2009: Imaging & Animation (Katalog zum Deutschen Jugend- u. Fotopreis), kopaed 2009

Innovative Jugendmedienarbeit“, Seite 123-124

„TanzMedia – getanzte Medienkompetenz…..Es handelt sich um ein intermediales Konzept, das die kreative Ausdrucksform fördert und vielfältige Lernprozesse begünstigt. Ganz unterschiedliche Erkenntnisse werden hierbei miteinander verknüpft. Die Befähigung zur kreuzmodalen Wahrnehmung wird hier in augenscheinlicher Weise begünstigt. Durch die Körpererfahrung wird die sinnliche Wahrnehmung gefördert, durch die Beobachtung und Auswertung der Ergebnisse der bewegten, der „tanzenden Kamera“ wird das eigene Körperkonzept, die Sprache des eigenen Körpers, bewusst erlebbar und damit auch gestaltbar. Körper, Sinne und Kognition werden als Erfahrungsraum interpretiert, der sich permanent gegenseitig inspiriert und Impulse gibt. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung wird geschult, da es notwendig ist, auf die Mittänzer zu achten. Zugleich wird dadurch auf spielerische Weise die Fähigkeit zur Konzentration gefördert...“

Presseberichte seit 2007

  • Kurzbericht über TanzMedia in der Zeitschrift: Schulzeit, Ausgabe 02/2008

  • Zwischenbericht über das Pilotprojekt 2007 mit der Integrierten Gesamtschule in Ludwigshafen-Gartenstadt erschien in der medienpädgogischen Fachzeitschrift merz 08/07