Spieledesigner lernen Lernspiele designen

Friedhelm Lorig, Medienpädagoge in Trier, unterrichtet in der dortigen FH künftige Game Designer im Modul Medienpädagogik und Medienethik:

Die Computerspieleentwickler von morgen sollten sich bei ihren Kreationen nicht nur auf die schönsten Pixelschlachten und das Erstellen der realistischsten virtuellen Welten konzentrieren. Auch die Aspekte Medienpädagogik und Medienethik sind mittlerweile Teil der Ausbildung. In dem entsprechenden Modul des Studiengangs „Digitale Medien und Spiele“ an der Fachhochschule Trier vermittelte m+b-Pädagoge Friedhelm Lorig 95 Studierenden das notwendige Knowhow, pädagogische Funktionen und altersgerechte Spielszenarien in ihren Games aufzugreifen.

Über die Medienkompetenzaspekte nach Dieter Baacke ging es zu den Grundlagen des Medienkonsums von Kindern und Jugendlichen. Die Richtlinien und Gesetze des Jugendschutzes, die die Altersfreigaben von Spielen regeln, standen ebenso auf dem Lehrplan wie Genderrollen und das Thema Computerspielesucht. Die Kombination aus Vorlesung und Seminar ermöglichte es, dass die Studierenden untereinander die kontroversen Aspekte zwischen den Wünschen des Marktes und den Idealen der Pädagogik diskutieren konnten.

In dem Blockseminar wurden als Praxisleistung kleine Spiele beziehungsweise Spielekonzepte entwickelt, die einen pädagogischen Ansatz verfolgen sollten. Viele Gruppen richteten sich dabei bereits ganz konkret daran aus, Unterrichtsinhalte zu erarbeiten oder zu vertiefen. So entstanden unter anderem ein Klassenfahrquiz als Checkliste für angehende Lehrer oder ein Mathematik-Spiel, das von seinem Spieler schnelles Kopfrechnen fordert. In dem von einer Gruppe erstellten Spiel „Consido“ muss der Spieler chemische Moleküle korrekt zusammensetzen. Andere Spiele greifen die Themen Erdkunde, Spracherwerb, Umwelt oder Kurvendiskussion auf.