LU-Underground

In den Herbstferien veranstaltete das HAUS DER MEDIENBILDUNG den Workshop LU-UNDERGROUND, in dem es um die Unterwelt Ludwigshafens ging und der vom 04.10.-07.10.2011 stattfand. Wir, 12 Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren, besuchten den Bunker Dessauer Straße und die stillgelegte U-Bahn-Station Danziger Platz.

Bunker gehören zwar nicht direkt zur Unterwelt wie man von außen sieht, aber innen drin ist es sehr dunkel und das fühlte sich wie die Unterwelt an. Unser Ziel war es einen virtuellen Rundgang zu gestalten, damit andere Leute das Innere des Bunkers und der U-Bahn auch sehen können. Wir waren dienstags und mittwochs im Bunker (Dessauer Straße). Es war stockdunkel, aber mit unserem gemieteten Lichtkoffer brachten wir Licht in das Ganze. Das Aggregat erzeugte uns den Strom, den wir zum Betreiben der Lampen verwendeten. Von Marvin, Talha, Valentin und mir wurden durch den ganzen Bunker Kabel verlegt, was nicht gerade wenig war, denn es ging vom Erdgeschoss bis zum 7. Obergeschoss. In vielen Räumen war es dreckig und staubig, manche Wände waren abgebröckelt. Die einzelnen Teams haben mithilfe eines Stativs von mehreren Räumen 360°-Fotos gemacht. Zurück im Haus der Medienbildung haben wir die Fotos mit einem speziellen Programm namens ICE zu Panoramafotos zusammengefügt. Mit dem Programm Mediator 8 wurden die Panoramafotos räumlich dargestellt. Dies probierte jeder Teilnehmer einmal aus. Donnerstags sind wir dann zur U-Bahn-Haltestelle gegangen. Wir mussten beim Stellwerk anrufen, die uns das Rolltor öffneten damit wir hinein konnten. Als wir drinnen waren machten die Teams wieder 360°-Fotos und filmten verschiedene Szenen. Damit wir die Endszene drehen konnten, musste das Rolltor unten sein. Also rief Yannick das Stellwerk von draußen aus an, damit sie das Tor schließen während wir anderen drinnen waren. Das Tor musste aber wieder aufgehen während wir filmten. Jerome klopfte gegen das Rolltor, damit Yannick anrief. Er rief an, niemand ging dran. Wir waren also eingesperrt! Yannick probierte es immer wieder und nach zehn Minuten nahm jemand beim Stellwerk ab, öffnete das Tor und wir konnten fertigdrehen und waren frei. Nachmittags haben wir die Filme, die von Marvin und Rayan gemacht worden sind, geschnitten. Freitags  schnitten Marvin und ich sowie Samuel und Jonas die Filme. Talha und Valentin arbeiteten mit Mediator 8. Rayan, Niniane und Oliver suchten passende Sounds aus. Jana und Kardelen machten eine Feedbackrunde und Tonaufnahmen. Marc rief bei einem Denkmalschutzbeauftragten der Stadt an, um etwas über den geschichtlichen Hintergrund des Bunkers zu erfahren. Wir waren alle ganz gespannt auf das Ergebnis. Ganz haben wir den Rundgang zwar nicht fertig stellen können, aber der Grundaufbau steht. Yannick und Jerome werden ihn nun nach unseren Wünschen fertig stellen. Wir sind sehr stolz mit unserem Werk.

Teilnehmer: Marc, Oliver, Valentin, Jonas, Samuel, Marvin, Rayan, Talha, Adrian, Niniane, Jana, Kardelen

Leiter: Katja, Jessica, Jerome, Yannick

Ein Bericht von Adrian Neumann