QuERleben – Die Stadt als Bühne

Der medien- und theaterpädagogische Workshop „QuERleben“ fand in den Osterferien 2009 als Kooperationsprojekt von Pfalztheater Kaiserslautern und medien+bildung.com statt. Er richtete sich an Jugendliche, die keine Scheu hatten, in öffentlichen Bereichen zu spielen und sich in alltäglichen Abläufen „quer“ zu stellen. Die Ergebnisse wurden am 19. April 2009 vor 140 Besucher/innen auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters präsentiert.

Die Passanten in der Kaiserslauterer Innenstadt waren sichtlich irritiert über die ungewöhnlichen Aktionen der Workshopteilnehmer/innen: An einem Infostand wurde mit dem Thema „Umwelt & Ernährung“ geworben, doch die Beteiligten fanden sich später auf dem Boden sitzend bei einer spirituellen Erdmeditation wieder. Pink gekleidete Girlies zogen kreischend und singend durch die Fußgängerzone, ließen sich von ahnungslosen Passanten Märchen vorlesen und packten im Café ihr Picknick aus. Ein Reporterteam verwirrte die Interviewpartner mit Fragen wie: „Was halten Sie von der Haribonisierung der Wirtschaft?“ oder „Wie ist der Vorname von Barack Obama?“. Und dann war da noch die Gruppe, die sich zunächst rückwärts und dann in Zeitlupe durch die Stadt bewegte.

Ziel des Projekts war es, in der Innenstadt „unsichtbares Theater“ zu spielen und die Passanten an scheinbar normalen Aktionen zu beteiligen, ohne dass sie sofort erfuhren, dass sie Teil eines Theaterspiels wurden. Die Jugendlichen führten sie auf eine falsche Fährte und benutzten eine Videokamera als zusätzlichen Lockvogel, so dass die erstaunten Reaktionen aufgezeichnet werden konnten. So entstanden unvorhersehbare, interessante Situationen, die dokumentiert und abschließend präsentiert werden konnten.

Die Ergebnisse wurde in Form einer 30minütigen Vorstellung vor 140 Zuschauer/innen auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters vorgestellt. Die Inhalte des Projekts wurden vom 14. bis 17. April 2009 unter der Leitung von Tobias Brutscher (Pfalztheater Kaiserslautern) und Björn Friedrich (medien+bildung.com) erarbeitet, mit freundlicher Unterstützung durch den OK-KL, das Medienkompetenznetzwerk Kaiserslautern (MKN), Café-Bar No. 15 und die Stadt Kaiserslautern.


Aufzeichnung der Abschlusspräsentation:


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