„Hilfe, die Kamera ist geschrumpft!“

Kreative Handyvideos gegen Mobbing und Bullying

An den Anspruch einer Profi-Videoproduktion kann das Handy nicht herankommen. Dafür bietet es eine eigene Ästhetik, die in vielerlei Hinsicht dem Zeitgeist der Jugendkultur entspricht. Also: Stativ und Weißabgleich beiseite und Start klar machen für das erste Handy-Video im Unterricht.

Kritisches thematisieren: Informationen zum Thema Cyber-Mobbing finden Sie auf S. 30 in unserer Broschüre und auch auf diesen Internet-Seiten (sh. a.: taschenfunk-Links). Für ein Problembewußtsein gegenüber verdeckt gedrehten Handy-Videos empfehlen wir als Medienpädagogen/innen: Austausch innerhalb der Gruppe, gemeinsames Brainstorming und das Sammeln und Festhalten eines vereinbarten Verhaltenscodex.

„Endlich drehen!“
Das Handy bietet mit der eingebauten Videokamera die Möglichkeit, kurze Sequenzen einfach und spontan aufzunehmen. Die Funktion Kamera lässt sich je nach Modell über das Menü oder Extra-Knöpfe am Gerät selbst anwählen. Teilweise lässt sich die Dauer des Videos in einer Vorabeinstellung festlegen. Wichtig für die Arbeit ist auch hier: viel freier Speicherplatz und ein geladener Akku für das Gerät sind hilfreich. Die Aufnahme kann gestoppt werden oder endet, wenn die Speicherkapazitäten ausgeschöpft sind.  Das Video kann im Anschluss auf einem Computer nachbearbeitet werden.

„Ab in den Schnitt!“
Zum Übertragen der Daten auf einen Computer benötigen Sie das entsprechende Kabel (in der Regel Mini-USB). Alternativen sind die Übertragung per Bluetooth oder mit dem Speicherstick des Handys, den Sie in ein Kartenlesegerät einlegen. Der digitale Videoschnitt ist mit verschiedenen Programmen möglich: iMovie für den Mac, Cinelerra für Linux oder dem vorinstallierten Movie Maker unter Windows. Unterschiedliche Handys produzieren unterschiedliche Formate für Video-Dateien (z.B. „3gp“, „mpg“ oder „avi“). Teilweise müssen diese für die Bearbeitung erst konvertiert werden.

Programme zum Konvertieren werden im Internet zum kostenlosen Download angeboten (z.B. www.media-convert.com oder www.mik-soft.net)  Damit können die Handy-Dateien in das gängige MPEG-Format („mpg“) umgewandelt werden.
Die Video-Schnittprogramme ermöglichen das Zusammenfügen der Sequenzen, das Unterlegen von Musik oder eine Nachvertonung. Mit Vor- und Abspann wird aus dem Handy-Video schnell ein „echter Film“.

„We proudly present…!“
Ob und wie das Video veröffentlicht werden soll, dass kann jede/r nur für sich entscheiden. Sicher ist, dass das Video keine Personen- oder Bildrechte Dritter verletzen darf. Auch die Rechte an der Musik müssen geklärt sein (gemafreie Musik findet sich z. B. bei www.netzcheckers.de).
Die folgenden Arbeitsblätter bieten die Möglichkeit, dass Handyvideo aktiv in die schulischen Themen einzubeziehen.