"taschenfunk" - medienpädagogisches Projekt, Broschüre und Internetauftritt rund ums Handy

Punktgenau zum 25. Geburtstag des Mobiltelefons stellte medien+bildung.com 2008 ein medienpädagogisches Projekt vor, das die vielfältigen kreativen Möglichkeiten moderner Handys für die Schule fruchtbar machen will: „taschenfunk“ erprobt den Einsatz der „kleinen Multimediamaschine“ im Unterricht. Ein Telefon, ein Rekorder mit Mikrofon, eine Fotokamera, eine Videokamera, ein Rechner, ein Spielgerät, ein Fernseher, ein Radio, ein Internetportal – das Handy ist das universelle Kreativwerkzeug der Zukunft. Das Projekt „taschenfunk“ beschäftigt sich mit den Gefahren, aber auch den Chancen, die der von Jugendlichen heißgeliebte, von Eltern und Pädagog/innen meist misstrauisch beäugte Kultgegenstand mit sich bringt. 

„April, April“ hieß der Wettbewerb, den medien+bildung.com im Frühjahr 2008 startete. Schülerinnen und Schüler aus ganz Rheinland-Pfalz reichten Gedichte, Fotos und Videos ein. Gemeinsames Kennzeichen: Die kreativen Werke wurden mit Hilfe eines Handys produziert. „Der Wettbewerb soll aufzeigen, dass das Handy seit langem kein Mobiltelefon mehr ist, sondern eine kleine Multimediamaschine“, meint Maren Risch, Medienpädagogin bei medien+bildung.com. Maren Risch und ihre Kollegen Hans-Uwe Daumann, Björn Friedrich und Linh Thai von medien+bildung.com bilden das Projektteam von „taschenfunk“. Mit ihren Schülern an mehreren Ganztagsschulen produzieren sie SMS-Gedichte, Klingeltöne und kurze Handyvideos. Mit Studierenden der Universität Mainz nutzt die Medienpädagogin Risch etwas exotischere Techniken wie „Cellcasting“; damit können Handynutzer live ins Internet übertragen. Im Rahmen des Handyprojekts taschenfunk entwickelt und erprobt das Team medienpädagogische Methoden rund ums Handy. Die Ergebnisse wurden im Mai 2009 in einer Broschüre veröffentlicht und im Rahmen von Fachtagungen und Fortbildungen präsentiert.

medien+bildung.com verfolgt ein handlungsorientiertes pädagogisches Konzept. Wenn wir das Handy zum Unterrichtsgegenstand machen, dann wollen wir nicht bei Warnungen stehen bleiben, sondern ein Fenster aufstoßen zu den weitgehend noch ungenutzten ästhetischen und kulturellen MöglichkeitenDabei sparen wir die Risiken nicht aus.

Die hier vorgestellten Materialien basieren auf einem Jahr praktischer Projektarbeit. Die Erfahrungen mit dem schulischen AG- und Projekteinsatz des Handys waren durchweg positiv. Die Texte und Arbeitsblätter machen deutlich, dass die Nutzung des universellen Mini-Mediencomputers Handy in der Schule Chancen eröffnet und Potentiale frei setzt, und dass die Schüler/innen mit Begeisterung dabei sind. 

Das 36-seitige Heft kann über die Mailadresse info@medienundbildung.com  angefordert werden und wird gegen Vorauskasse der Porto- und Versandpauschale von 3,00 Euro zugeschickt.

Die Broschüre kann hier als pdf-Datei herunter geladen werden: Download

Die Arbeitsblätter - der gesamte Mittelteil der taschenfunk-Broschüre - liegen auch in einem pdf-Dokument vor, das den Ausdruck einzelner Seiten im DIN-A-4-Format erlaubt: Download