Jugendredaktion Zoom - Haus der Medienbildung Ludwigshafen

Zoom trifft sich einmal pro Woche und erstellt Magazinsendungen zu ganz unterschiedlichen Themen. Mit Kamera und Mikrofon ausgestattet finden die „Zoomler“ immer einen Weg, Neuigkeiten aus Ludwigshafen spannend, aufregend und informativ zu verpacken. Und ist gerade mal nichts los in der Stadt, dann wird es auch nicht langweilig. Mit viel Fantasie und Kreativität realisieren die Redaktionsmitglieder Fotoprojekte, Kurzfilme oder Studioproduktionen. Bei Zoom ist (fast) alles denkbar! Möchtest auch du einmal dein eigenes Thema verfilmen oder etwas Neues über die Stadt berichten und dabei die Videotechnik und die Arbeit in einer Redaktion kennen lernen? Dann bist du herzlich eingeladen unsere Zoom-Redakteure zu unterstützen! Zoom freut sich über neue Ideen und tatkräftige Unterstützung! Komm einfach mal vorbei!

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Ausflug der Jugendredaktion ZOOM zum Haus der Sinne, Juli 2009

Zur Abwechslung mal ohne Kamera, dafür aber mit um so mehr Freude ging es am Samstag um 10 Uhr endlich los. Wir fuhren mit einem kleinen Minibus nach Wiesbaden. Hier steht das Schloss Freudenberg, auch Haus der Sinne genannt. Hugo Kükelhaus wollte vor vielen Jahren eine „bleibende Stätte der Wahrnehmung“ stiften, für die er auf dem Freudenberg in Wiesbaden einen Platz fand. Nun ist der Freudenberg und das dazugehörige Schloss ein Ort, wo man aus der Fähigkeit zu Kreativität, Freiheit, freiem Willen, Sehnsucht nach Qualität und Geduld einen goldenen Faden spinnt. Geduld brauchten wir wirklich von Anfang an, denn einen Parkplatz zu finden war überhaupt nicht so einfach.

Nach einem kleinen Spaziergang durch den Schlossgarten erreichten wir das 110 jährige Schloss, das auf den ersten Blick etwas heruntergekommen, auf den zweiten Blick einladend aber geheimnisvoll wirkt. Im Inneren fiel unser erstes Augenmerkt auf die optischen Illusionen, die in Form von Drehscheiben gezeigt wurden und auf die Impulskugeln. Jeder war aufgefordert, seine Sinne zu erleben, die nicht nur aus riechen, schmecken, tasten, hören und sehen bestehen. Anfassen war erlaubt und auch gewünscht. So bestand unser Ausflug aus einem ständigen probieren, studieren und auf sich wirken lassen. Wir testeten die von Hugo Kükelhaus erfundene Duftorgel, mit manchmal mehr, manchmal weniger guten Düften, die Wolkenmaschine, die aus Goethes Feder entsprungen ist und den Spiralzeichner.

Im Keller des Hauses ging es um die Welt der Farben und Töne, die mit Hilfe von Klangstäben und einer Schattenwand gezeigt wurden. Wie man sich fühlt, wenn einem ein Sinn fehlt, verriet uns der Dunkelgang. Sehen konnte man hier überhaupt nichts mehr und die Stille macht einem fast schon Angst. Kein Wunder, dass man hier nur zu zweit eintreten darf. Nach mehreren Runden durch das schwarze Nichts, entschlossen wir uns nun auch die Dunkelbar aufzusuchen. Wie der Name schon verrät, ist auch hier nichts zu sehen. Bedient wird man von teils blinden, teils sehbehinderten Menschen. Jeder von uns bestellte einen Überraschungssaft, um später zu raten, um welchen Saft es sich handelt. Gar nicht mal so einfach, wenn man bedenkt, dass die Sinne sehen und schmecken sehr nahe beieinander liegen.

Nach diesem wundervollen und lehrreichen Erlebnis erkundeten wir noch den großzügigen Schlossgarten. Es steht eine Art Naturerlebnispark für die Besucher bereit. Es gibt dort zum Beispiel eine Partnerschaukel, ein Labyrinth, eine Windharfe oder ein Barfußpfad. Natürlich haben wir auch hier überall unsere Sinne entfaltet.

Nach einem kleinen Mahl in der Wiesbadener Innenstadt ging es wieder zurück nach Hause.

Michèle Kraft