06.11.2007

20/2007 - Schüler machen Radio – in 7 Ludwigshafener Schulen

Von: Hans-Uwe Daumann

In sieben Ludwigshafener Schulen hat die neue Ludwigshafener Einrichtung medien+bildung.com gGmbH in diesem Schuljahr Radio-AGs aufgebaut.

Pressemitteilung
Nr. 20/2007

Ludwigshafen, 6. November 2007

Schüler machen Radio – in 7 Ludwigshafener Schulen

In sieben Ludwigshafener Schulen hat die neue Ludwigshafener Einrichtung medien+bildung.com gGmbH in diesem Schuljahr Radio-AGs aufgebaut. Die SchülerInnen der „Pausenradios“ produzieren ihre Sendungen live im Schulhof über Discoanlagen und sie sind als Reporter und Moderatoren in der Stadt unterwegs.

Finanziert wird dieses Projekt für Jugendliche an der Schwelle zwischen Schule und Berufsleben im Rahmen des Programms Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS) über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Das Pausenradio ist eines der so genannten „Mikroprojekte“, bei denen „Soft Skills“ wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und konzentriertes Arbeiten gefördert werden. Zugleich werden die teilnehmenden Jugendlichen aber auch auf die Bewerbung für ein Ausbildungsverhältnis vorbereitet. Und ganz nebenbei werden über die Metiers Radio und Musik medienspezifische Kenntnisse vermittelt.

Bereits in der zurückliegenden LOS-Förderperiode wurde das Mikroprojekt „Pausenradio interkulturell“ angeboten. Die bunt gemischte Radio-AG der Ludwigshafener Anne-Frank-Realschule war nach einem Jahr Projektarbeit so fit, dass sie zu einem EU-Kongress nach Leipzig eingeladen wurde, um dort die gesamte Veranstaltung redaktionell zu begleiten.

Die überzeugenden Ergebnisse aus einem Jahr Radioarbeit haben es medien+bildung.com ermöglicht, in der neuen LOS-Förderperiode in allen vier Ludwigshafener Fördergebieten aktiv zu werden. Seit September 2007 finden in sieben Schulen aller Schularten Pausenradio-AGs statt. Betreut werden diese von den drei Medienpädagogen Katja Mayer, Markus Horn und Steffen Griesinger. Und schon in Kürze starten einmal monatlich jeweils in zwei großen Pausen in jeder der beteiligten Schule die ersten Sendungen. Meist wird direkt im Pausenhof eine Performance aus Musik, vorproduzierten Beiträgen und Livemoderationen präsentiert.

„Die SchülerInnen sind mit Feuereifer und Begeisterung dabei, Umfragen und Interviews zu produzieren, Themen zu recherchieren, Hörspiele zu schneiden und Sendeabläufe zu planen – das Engagement ist in der Förderschule, dem Gymnasium, der Gesamtschule, der Realschule, der Berufsschule und den beiden beteiligten Hauptschulen grundsätzlich gleich“, berichtet Hans-Uwe Daumann, stellvertretender Geschäftsführer von medien+bildung.com. Themen der ersten Sendungen sind „Rauchverbot“, „Gewalt in der Schule“, aber auch „Wer war eigentlich Schiller?“ oder der Auschwitz-Gedenktag, dessen sich die Anne-Frank-Realschule besonders annimmt.

Radioarbeit macht offensichtlich Spaß. Auch sonst eher schwer verdauliche Themen lassen sich als Radiobeitrag schmackhaft verpacken. Ein wesentlicher Bestandteil der medienpädagogischen Arbeit heißt Vernetzung. Die Schüler der Radio-AGs wenden sich nach außen, befragen Passanten in der Fußgängerzone, besuchen das kommerzielle Popradio genauso wie das nichtkommerzielle Lokalradio, fahren zum Schülerradiotag nach Tübingen und nehmen an Workshops mit bekannten Moderatoren teil. In der zweiten Hälfte des Schuljahrs werden die Nachwuchs-Radiomacher in einem Wettbewerb ihre Kräfte messen. Für Juni 2008 ist abschließend ein großer gemeinsamer Schülerradioevent vor dem Ludwigshafener Rathaus vorgesehen.