17.09.2007

13/2007 - „Fernsehen mit Kinderaugen“

17 TeilnehmerInnen der Multiplikatorenfortbildung „Fernsehen mit Kinderaugen“ der medien+bildung.com gGmbH erhielten ihre Zertifikate und sind damit zur Durchführung medienpädagogischer Elternabende in Kindertagesstätten und Schulen befähigt.

„Fernsehen mit Kinderaugen“
17 TeilnehmerInnen der Multiplikatorenfortbildung „Fernsehen mit Kinderaugen“ der medien+bildung.com gGmbH erhielten ihre Zertifikate und sind damit zur Durchführung medienpädagogischer Elternabende in Kindertagesstätten und Schulen befähigt.

Ludwigshafen, 23. Juli 2007
„Kinder werden unkonzentriert, sozial isoliert, neigen zur Gewaltbereitschaft. Durch das Fernsehen stumpfen sie ab, Kreativität und Phantasie verkümmern, sie werden dick, dumm, ...“. Die Liste der Negativschlagzeilen zum Fernsehkonsum von Kindern ließe sich beliebig weiterführen. Kaum ein Thema beschäftigt PädagogInnen und Eltern gleichermaßen intensiv und kontrovers. Fehlende Kenntnisse zur Entwicklungspsychologie von Kindern und zu ihrer Fähigkeit der Fernsehrezeption tragen zur Verunsicherung und zu den Ängsten im Umgang mit den Medien bei. Doch Kinderwelten sind Medienwelten. Der Versuch, Kinder vom Fernsehen fernzuhalten, scheint auf Dauer zum Scheitern verurteilt und wenig sinnvoll. Seit vielen Jahren belegen seriöse Forschungen, dass insbesondere die neuen Medien unter bestimmten Bedingungen positive Einflüsse auf die Entwicklung und Förderung von Kindern haben. Professionelle Medienerziehung und der Erwerb von Medienkompetenz bieten die Möglichkeit, diese Chancen zugunsten der Kinder nutzen. „Die Gefahr geht nicht von den Medien aus, sondern von ihren Inhalten und einer nicht kindgerechten Nutzung“, so Soziologin Birgid Dinges, Leiterin der Lernwerkstatt Kindertagesstätten der medien+bildung.com gGmbH Ludwigshafen (m+b.com). „Das Kindergartenalter ist ein idealer Zeitpunkt für vernetztes medienpädagogisches Arbeiten, sowohl in der Einrichtung mit den Kindern, als auch mit den Eltern. Für die Qualifizierung der Fachkräfte und für die Durchführung von Elternabenden bietet die m+b.com, eine Bildungseinrichtung der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), maßgeschneiderte Konzepte an. So führte eine dreitägige Multiplikatorenfortbildung für ErzieherInnen insgesamt 17 TeilnehmerInnen durch das komplexe, aktuelle Themengebiet: Fernsehkonsum von Kindern, die entwicklungspsychologische Hintergründe zu ihrer Fernsehrezeption, neue medienpädagogische Ansätze, Methoden der Elternarbeit, u. v. m.. Birgit Gehrlein und Miriam Brehm, Erziehungswissenschaftlerinnen der LMK, Abt. Medienkompetenz, qualifizierten die MultiplikatorInnen nach einem von der LMK entwickelten Konzept für aktivierende, sensibilisierende,
 

medienpädagogische Elternarbeit in Kindertagesstätte und Schule. „Am Anfang war ich selbst eher skeptisch, was den Einsatz von Medien betrifft“, beschreibt ein Teilnehmer seine Haltung. „Doch das praxisorientierte Konzept hat mich überzeugt. Ich freue mich darauf, mit den Eltern gemeinsam die Nutzung und die Chancen des Mediums Fernsehens zu reflektieren. Sieht man die Welt der kindlichen Serienhelden mit Kinderaugen und versteht ihre Bedeutung, dann kann der alltägliche Konflikt um das Familienmitglied Fernseher entschärft werden.“ Die Fortbildung wurde zertifiziert nach den Richtlinien der Landesinitiative „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“. Wer an der Durchführung eines Elternabends zum Thema „Fernsehen mit Kinderaugen“ durch die zertifizierten MultiplikatorInnen in seiner Einrichtung interessiert ist, wendet sich an Birgid Dinges (m+b.com, Lernwerkstatt Kindertagesstätten), Tel. 06 21 - 52 02 273, dinges(at)medienundbildung.com.