21.11.2014

21/2014 - Virtuelle Realität aus dem Pizzakarton

Von: medien+bildung.com

medien+bildung.com schlägt Google ein Schnippchen. Im Juni stellte der Suchmaschinen-Konzern seine Datenbrille aus Pappe vor: In das vorgestanzte und aufgefaltete „Google Cardboard“ setzt man sein Smartphone ein, die fertige Brille kommt auf die Nase, und schon bewegt man sich in dreidimensionalen „künstlichen Welten“. medien+bildung.com macht aus der ohnehin schon günstigen Virtual-Reality-Brille nun einen Bastelbogen für jedermann.

Pressemitteilung Nr. 21-2014
21. November 2014
 
Virtuelle Realität aus dem Pizzakarton
 
medien+bildung.com schlägt Google ein Schnippchen. Im Juni stellte der Suchmaschinen-Konzern seine Datenbrille aus Pappe vor: In das vorgestanzte und aufgefaltete „Google Cardboard“ setzt man sein Smartphone ein, die fertige Brille kommt auf die Nase, und schon bewegt man sich in dreidimensionalen „künstlichen Welten“. medien+bildung.com macht aus der ohnehin schon günstigen Virtual-Reality-Brille nun einen Bastelbogen für jedermann. Außer einem Pizzakarton, dem Bastelbogen von medien+bildung.com und zwei Linsen für Cent-Beträge braucht man natürlich weiterhin ein Smartphone. Der Bastelbogen, den medien+bildung.com jetzt unter der Webadresse mein-guckkasten.de zum Download veröffentlicht, ist die ideale Grundlage für kreative medienpädagogische Aktivitäten zum Zukunftsthema „Virtual Reality“.
 
Mit dem Projekt "mein-guckkasten" erarbeiten Steffen Griesinger und Christian Laber von medien+bildung.com eine kostengünstige und kreative Workshop-Idee: Kinder und Jugendliche bauen eine eigene Virtual-Reality-Brille aus Pappe, aber nicht mit einem fertigen Faltbaukasten wie dem Google Cardboard sondern einem Bastelbogen, bei dem man selber mit Kleber und Schere arbeiten muss. „Das Thema Virtual-Reality muss man sich selber erarbeiten um es zu verstehen und zu begreifen“ sagt Steffen Griesinger. Er möchte über das handwerkliche Bauen der Brille einen Zugang zum Thema schaffen und dann erst im zweiten Schritt beginnen, eigene VR-Inhalte mit den Jugendlichen zu produzieren und zu rezipieren. Der Baukasten, der gerade auf mein-guckkasten.de veröffentlicht wurde, beinhaltet eine Anleitung zum Bau, den Bastelbogen zum Downloaden und die Garantie des Gelingens. Auch die benötigten Linsen können über mein-guckkasten.de bezogen werden. Das Workshopkonzept eignet sich sowohl für Jugendgruppen als auch für einen ganzen Klassenverband und ermöglicht einen praktischen Einstieg in das Thema „Virtuelle Realität“.
 
Sich mit Hilfe einer Bildschirm-Brille täuschend realistisch in dreidimensionalen künstlichen Welten bewegen zu können, ist ein alter Entwicklertraum. Mehr als das Schnittmuster des Papp-Guckkastens, wenige Kleinteile, ein eigenes Smartphone als Display und eine kostenfreie Virtual-Reality-App ist dafür nicht mehr notwendig. Steffen Griesinger und Christian Laber haben ihr Pappmodell einer VR-Brille immer weiter perfektioniert. Mit der Jugendredaktion „Zoom“ in Ludwigshafen haben sie dann erfolgreich eine größere Anzahl der Brillen gefertigt und getestet. Offiziell hat das Brillenmodell im „italienischen“ Design am 22. November 2014 in Berlin Premiere: Zum 30-jährigen Jubiläum der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur trifft sich die Fachwelt beim „GMK-Forum“; die versammelten Medienpädagogen/innen können sich am Aktionsstand von medien+bildung.com ihren eigenen „Guckkasten“ produzieren.
 
Normalerweise kosten Datenbrillen, die es ermöglichen Virtual-Reality (VR) zu erleben, viele hundert Euro. Eine dieser Brillen ist die sogenannte Oculus Rift. Derzeit ist diese VR-Brille nicht unter 700€ zu haben und damit für die medienpädagogische Arbeit kaum bis gar nicht verfügbar. Dass es deutlich günstiger geht, zeigt Google. Angeregt durch das Münsteraner Unternehmen Durovis (Dive) verwendet das „Google Cardboard“ einfach ein Smartphone und packt dieses in eine Halterung aus Pappe. Den Baukasten hat Google zusammen mit einer passenden App auf der I/O Entwicklerkonferenz 2014 vorgestellt. Zunächst konnten nur Besucher der Konferenz solch eine Brille ergattern. Mittlerweile gibt es etliche Nachbauten, unter anderem von der US-amerikanischen Firma DoDoCase, die sich auf Hüllen für Tablets spezialisiert hat. Die Brille von DoDoCase können Interessierte derzeit für etwa 20 Euro erwerben. Mit einer VR-Brille erhält man einen verblüffenden Einblick in die Welt der Virtuellen Realität. Eindrucksvoll wird auf diese Weise klar, welches Potential in der Technik steckt und welche bahnbrechenden Änderungen die VR-Technik für die Game- und Unterhaltungsindustrie mit sich bringen wird.
 
Alle Informationen über den Bau der VR-Pappbrille, über benötigte Materialien und Einsatzmöglichkeiten sowie Download der Schnittmuster und der Bauanleitung: mein-guckkasten.de
 
Presse-Ansprechpartner:
 
Hans-Uwe Daumann
 
Stv. Geschäftsführer
Öffentlichkeitsarbeit
 
(0621) 5202258
(0151) 12704631
daumann@medienundbildung.com
 
medien+bildung.com gGmbH
Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz
Turmstr. 10
67059 Ludwigshafen
 
Geschäftsführerin: Katja Friedrich
HRB 60647