Lesescouts wieder medial aktiv

Von: Dr. Maren Risch

Im Rahmen des Projekts Lesescouts der Stiftung Lesen waren die Schüler/innen des Gutenberg Gymasiums in Mainz wieder medial aktiv.

In einer neuen Kooperation mit dem Projekt Lesescouts der Stiftung Lesen waren die Schüler/innen des Gutenberg Gymasiums in Mainz wieder medial aktiv. Angeleitet wurden sie von Dr. Maren Risch,  Medienpädagogin bei medien+bildung.com.

„Die Zusammenarbeit mit Stiftung Lesen und den entsprechenden Schule ist ein besondere Aktion“, so die Meinung der beteiligten Lehrkraft. „Selten greifen schulisches Lernen und mediale Angebote so gut ineinander“. Der Einsatz mobiler Geräte im Unterricht ist am Mainzer Gutenberg Gymnasium eine Rarität. „Die Schüler/innen waren stolz und motiviert, dass die mit den iPads auf dem Schulgelände arbeiten durften. Szenarien des mobilen Lernen kannten sie in dieser Form nicht“.

Insgesamt 14 Schüler/innen aus der 7. und 8. Klasse nutzten unterschiedliche Apps, um das Gelesene mit eigenen Mitteln medial umzusetzen. Die Gruppe hatte sich im Vorfeld für "Das Schicksal ist ein mieser Verräter!" (Originaltitel "The Fault in Our Stars!") von John Green entschieden und das Buch bereits gelesen. Dabei waren nicht nur „Leseratten“ in der Gruppe, im Gegenteil. Die Schüler/innen berichteten im Vorfeld über ihre Lesegewohnheiten, ihre Vorlieben und den Austausch über „gemeinsam gelesene Werke“. Der Projekttag der Lesescouts bietet der Gruppe die Gelegenheit, sich mit dem Werk auf multimediale Weise auseinanderzusetzen. In diesem Fall kamen iPads für die Gruppenarbeit zum Einsatz. Die vorab festgelegten Apps ermöglichen das Erstellen von Comics mit eigenen Fotos, e-Books mit Audioaufnahmen und die Produktion eines „kinoreifen“ Trailers. Mit diesen Vorgaben konnten die Jugendlichen Comics mit der App Comic Book erstellen und diese als Vorarbeit für die spätere filmische Arbeit einbringen - es entstanden Storybooks im Comic-Format. Die App "Book Creator" ermöglicht den Schüler/innen eine Zusammenfassung in Form von Textarbeit in Kombination mit eigenen Sprachaufnahmen, die in einem Video gebündelt werden konnten. Auch diese Produktion diente dem gemeinsamen Rekapitulieren der Lektüre und bildete eine gute Grundlage einen Trailer in Teamarbeit zu erstellen. Die Ergebnisse sind im Blog der Lesescouts zu sehen.

Leselust bei Schülern wecken – das kann in besonderer Weise eine ganz bestimmte Multiplikatorengruppe leisten: andere Schüler, die zu „Lesescouts“ ausgebildet werden und ihre Begeisterung für das Lesen im Rahmen von Bücherpartys und anderen Aktionen weitergeben. Das Projekt nutzt den Peer-Group-Effekt, der Fast-Gleichaltrigen viel Überzeugungskraft bei der Kommunikation unter Kindern und Jugendlichen verleiht. Entwickelt wurde die Lesescout-Initiative im Jahr 2002 im Rahmen der Kampagne „Leselust in Rheinland-Pfalz“ vom Rheinland-Pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie der Stiftung Lesen.

Mehr: http://lese-scouts.blogspot.de/

http://www.stiftunglesen.de/programmbereich/jugend-und-freizeit/lesescouts