Wer, wie, was, warum?

Am 7. Mai 2013 begann für 19 Fachschüler/innen der Klasse FS Erz 12c der Unterricht in der BBS Hauswirtschaft/Sozialpädagogik in Ludwigshafen mit einer kurzen Begrüßung durch die mec-Koordinatorin Birgid Dinges. Unter dem Titel „Wer, wie, was, warum?“ absolvierten die künftigen Erzieher/innen einen mec-Fachtag zum Thema „Kreative Medienbildung in der Kita“.

Als erstes sahen sie ein Praxisprodukt einer Kita mit dem Titel „Der schwarze Ritter“. Geschichte und Bilder des Trickfilms haben die Kinder selbst entwickelt und zusammengestellt. Die Reaktionen der Teilnehmer/innen auf den Film waren generell sehr positiv. Die „süße“ Aussprache der Kinder und die „lustige“ Auswahl der Requisiten geben dem Film einen gewissen Reiz. Schnell identifizierte die Fachklasse die erforderlichen Kompetenzen der Kinder wie z.B. Teamfähigkeit, Kreativität, logisches Denken und sprachliche Fähigkeiten. „Es zeigte sich schon beim Dreh des Films, dass Kinder bei der Arbeit mit Medien mehr Selbstbewusstsein haben“, berichtete Frau Dinges.

Weiter ging es mit Praxisbeispielen aus verschiedenen Kitas. Dazu wurden ein paar leicht anwendbare Methoden vorgestellt und zwar die „Wortsalat-Maschine“, das „Online-Puzzle“, „Klopf an!“ und „Vernäht und zugeflixt“. Die Teilnehmer/innen hatten nun 45 Minuten Zeit, um eines der Beispiele auszuprobieren.
Einige Teilnehmer/innen konnten auf eigene Erfahrung mit Kindern und Medien zurückgreifen, z. B. auf eigene Memory-Kreationen, Kinotage, Lernprogramme wie z. B. die „Schlaumäuse“, sogar eigene Trickfilme- Viele in der Gruppe hatten jedoch nur sehr wenig Erfahrung mit Medienarbeit. Dennoch gab es von allen klare Meinungen über die möglichen positiven und negativen Auswirkungen: „Spaß“, „Lernerfolge“ und Förderung selbstständigen Arbeitens“ auf der Habenseite, „Suchtpotential“ und „Verlust des Zeitgefühls“ als mögliche Risiken.

Wichtig war für alle, dass man selbstverständlich mit Medien umgehen sollte, so dass es für Kinder nichts „Besonderes“ darstellt. Wenn Eltern ihren Nachwuchs vor Medien abschirmen, verleiht es dem Medienkonsum den Reiz des Verbotenen und die Kinder wollen es umso mehr. In einer kurzen PowerPoint-Präsentation zeigte die Referentin Birgid Dinges weitere Praxisbeispiele, vor allem die Anwendungen „Tabletop“ und „Comic Life“, welche anschließend in Kleingruppen umgesetzt werden sollten.

Nach einer kleinen Pause begannen Kleingruppen-Workshops „Tabletop“ und „Comic Life“, bei denen Birgid Dinges von Thomas Lang und Benjamin Allen unterstützt wurde. Die Arbeit in den Kleingruppen war konzentriert und mit viel Spaß verbunden. Nach einer zweiten Workshop-Runde kamen alle wieder zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse. Die Fachschüler/innen stellten fest, dass die Anwendungen den Kindern sicher Spaß machen würden und den Erwerb wichtiger Kompetenzen fördern können wie z.B. Kreativität, Teamarbeit und Sprache. Die Fachklasse selbst war den Tag über mit Aufmerksamkeit, Motivation und Spaß dabei und konnte viele neue Eindrücke mitnehmen.