20. Juni 2011 in der FH Koblenz: mec-Fachtagung "Von Anfang an: Medienerziehung in der frühkindlichen Bildung"

„Von Anfang an: Medienerziehung in der frühkindlichen Bildung“ lautete das Motto der Fachtagung des mec, zu der medien+bildung.com, Stiftung Lesen, LMK und die FH Koblenz am 20. Juni nach Koblenz einluden.
Die Verbindung von Literacy und Medienerziehung, von Information und vielfältigen praktischen Hilfen charakterisiert den mec, den „medienpädagogischen Erzieher/innen Club Rheinland-Pfalz“, in den 3 Jahren seiner Modellphase seit 2008. Die richtige Mischung von Theorie und Praxis, analog und digital prägte auch die Fachtagung „Von Anfang an: Medienerziehung in der frühkindlichen Bildung“, mit der die Projektpartner Stiftung Lesen und medien+bildung.com zusammen mit der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) und dem Fachbereich Sozialwesen der FH Koblenz am 20. Juni Bilanz zogen und den Startschuss für das Fortsetzungsprojekt „mec2“ gaben. Über 130 Fachkräfte aus der frühkindlichen Bildung kamen der Einladung nach Koblenz nach.


„Es ist rundum erfreulich, was der mec in den drei Jahren der Modellphase erreicht hat: 1.100 Mitglieder zeugen von der Attraktivität des Projekts, und mit den vielen kleinen und großen Erfolgsgeschichten der medienkompetenten Erzieherinnen in ihren jeweiligen Einrichtungen könnte man Bände füllen“, zog Renate Pepper, scheidende Versammlungsvorsitzende der LMK und Beiratsmitglied des mec, ihr Fazit. Für den Projektpartner medien+bildung.com resümierte die Geschäftsführerin Katja Friedrich: „Die Verbindung analoger und digitaler Medien ist nicht nur Grundlage für die Medienerziehung in Kindertagesstätten, sondern auch für die Qualifizierung der Fachkräfte und damit Teil der ‚mec-Formel‘, ohne die die Ausstrahlung des mec nicht denkbar gewesen wäre.“ Prof. Dr. Wolfgang Beudels von der Fachhochschule Koblenz, Beiratsvorsitzender des mec, sah in der interdisziplinären Zusammenarbeit im Projekt einen „Beitrag zur Qualitätssteigerung der Medienerziehung in Kindertagesstätten.“ Der Hauptgeschäftsführer des Projektpartners Stiftung Lesen Dr. Jörg F. Maas ergänzte: „Im Laufe von drei Jahren hat sich der mec als feste Größe im medienpädagogischen Angebot  für Erzieherinnen und Erzieher in Rheinland-Pfalz etabliert. Nur wenn Medienerziehung wie Leseförderung nachhaltig in unseren Kindertagesstätten verankert sind, sind schon die Jüngsten gut auf den alltäglichen Mediengebrauch vorbereitet und können sich einen kritischen Umgang mit allen Medien – auch Büchern, Zeitschriften und Comics – aneignen.  Aus diesen Gründen hoffe ich sehr, dass der mec über seine Modellphase hinaus wirkt und als mec 2 erfolgreich  - auch über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinweg – fortgeführt wird.“ 

Prof. Friederike Tilemann von der Pädagogischen Hochschule Zürich bot in ihrem Vortrag „Wer, wie, was, warum? Medienerziehung in der Kita heute“ vielfältige Anregungen, wie  das reiche Medienangebot für Kinder im Kita-Alltag produktiv und kreativ aufgegriffen werden kann; wie Erzieherinnen zum Thema Medien eine begründete pädagogische Haltung entwickeln und die Kinder mit Hilfe von Medien bei der Entwicklung von Identität unterstützen können.

Wie bei mec-Veranstaltungen üblich, boten 6 Workshops kreative Möglichkeiten, den pädagogischen Einsatz von Medien wie Comics, Bücher, Digicams, Computersoftware und Internet-Blogs auch praktisch zu erproben. Auch für den Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig stellte die Kombination von Buch und Digitalmedien keinen Gegensatz da. Als Schirmherr weihte er die neue Partnerschaft des mec mit vielen Bibliotheken im Lande ein. U. a. die Stadtbibliothek Koblenz wird Teil des mec-Netzwerks und ist damit künftig nicht nur Verleihstation für medienpädagogische Materialien aus der „mec-Medienbox“, sondern auch Partner für Fortbildungen, Elternveranstaltungen und Vieles mehr. Neue Kooperationen mit Bibliotheken, aber auch mit Fachschulen für die Erzieherausbildung und z. B. dem renommierten Hörmedien-Projekt „Ohrenspitzer“ prägen das Fortsetzungsprojekt „mec2“, das der dreijährigen Modellphase des mec ab 1. Juli 2011 folgt. Höhepunkt und Abschluss der Fachtagung am 20. Juni war daher der Startschuss für die neue Projektphase, den alle Teilnehmer/innen gemeinsam gaben: Aus vielen verschiedenfarbigen Papierbögen, die die Besucher/innen hochhielten, ergab sich nach etwas Probieren der Schriftzug „mec2“ als symbolisches Gemeinschaftsprodukt eines funktionierenden Netzwerks.

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