Tafel/Bilder

(ausgezeichnet mit einem Anerkennungspreis in der Kategorie "Schule")

 
Der Anspruch:

Spielendes Lernen eines Grundkurses „Darstellendes Spiel“ im Umgang mit digitalen Medien durch eine ´mixed-reality´ Theaterproduktion.
Ein fahrbares Whiteboard soll Anlass, Medium und Mittelpunkt eines  szenischen Projektes werden.
Physische Leiblichkeit, Interfaces und Medium werden in rezeptiver; aktiver und interaktiver Nutzung zum theatralen Dialog genutzt.
Ein handlungsorientierter,  schülerpartizipierender, prozess- und produktorientierter ganzheitlicher Kompetenzerwerb zur  aktiven Medienarbeit wird auf innovative, da vornehmlich ästhetisch geprägte, Art und Weise angestrebt.
Wissens-und Kompetenzerwerb über digitale Medien sollen zur rezeptiven, aktiven und interaktiven Gestaltung theatraler Elemente genutzt werden können. Die Schüler entwickeln kreative Ideen zur theatralen Nutzung des Mediums, die notwendige Technik wird durch wechselnde Schüler(-gruppen) entwickelt und bedient.

Die Umsetzung:

Eine Szenencollage, in der das Medium wurde zunächst als rein als materielles Objekt erforscht und benutzt wurde, ohne sein elektronisches Potential: als Trommel; als Sichtschutz; als Seiten- und Rückwand einer Kabine; als Pinnwand etc.
In einer zweiten Stufe wurde das Whiteboard als traditionelles elektronisches Medium zu theatralen Zwecken eingesetzt: als Bühnenbild (Fenster; Berge) Tonkonserve (Begleitgeräusche); Filmabspielmöglichkeit (Erzählen einer Vorgeschichte; Großaufnahme der Handelnden).
Abschließend wird das Whiteboard zur mixed-reality:  zu einem Mitspieler, der interaktiv reagiert (Gegner beim Boxkampf); Zeit-und Ortsebenen verbindet (ein live gespieltes und gleichzeitig medial abgespieltes Beweisvideo) oder agiert (Zuschauer eines Mordes).

Die Problematik:

Zwar ist der Kenntniserwerb gerade in der Gruppenarbeit stets partizipativ, jedoch führen unterschiedliche Vorkenntnisse gerade im Hinblick auf den Zeitdruck einer bevorstehenden öffentliche Präsentation in der Praxis zur Übernahme von Vorreiterrollen durch einzelne Schüler/innen. Hier müsste, unter Zurückstellung einer fertigen Produktion, mehr Zeit zum Erklären, Heranführen und aktivem Übernehmen von technischen Tätigkeiten durch alle Schüler/innen  eingeräumt werden.

Der Ausblick:

Der gesamte Kurs hat jegliche Hemmschwelle vor dem neuen Medium überwunden und kann unterschiedlichste  Funktionen des digitalen Mediums in Zukunft für weitere Theater- aber auch anderen schulische oder außerschulische Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigen und gegebenenfalls einsetzen.


Das Ergebnis:



(Helmut Steimer, Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier)