Hintergrund

Warum haben Orang-Utans ein langes Fell, obwohl es im Regenwald sehr heiß ist?

Das lange Fell ist dünn und nicht sehr dicht und wärmt deshalb auch nicht stark. Es dient aber zum Schutz vor Regen. Das Wasser läuft am Fell herab, so wird die Haut nicht nass. Wenn es ganz stark regnet, benutzen die Orang-Utans Blätter als Schirm.

Was essen und trinken Orang-Utans am liebsten?

Orang-Utans sind hauptsächlich Pflanzenfresser. Mit rund 60 % stellen Früchte den größten Bestandteil ihrer Nahrung dar. Dabei nehmen sie oft Früchte mit harten Schalen oder Samen zu sich. Außerdem verzehren sie auch Blätter, junge Triebe und Rinde. Tierische Nahrung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Nur gelegentlich verzehren sie Insekten, Vogeleier und kleine Wirbeltiere. Zusätzlich trinken sie Wasser und den Saft der Früchte.

Warum gibt es Orang-Utans nur auf Borneo und Sumatra?

Vor 16 bis 19 Millionen Jahren gab es eine Urform des Menschenaffen (Hominoidae). Dieser entwickelte sich dann in vier Unterformen: die Gorillas und die Schimpansen, die sich in Afrika niederließen, die Orang-Utans, die sich in Asien niederließen und den Menschen. Die Orang-Utans bilden heute eine Schwestergruppe zur Grundart des Hominoidae, das sind die Ponginae. Es gab im Laufe der Evolution verschiedene Orang-Utan-Formen. Heute leben noch der Borneo Orang-Utan (Pongo Pygmaeus) und der Sumatra Orang-Utan (Pongo abelii)

Warum wird der Regenwald abgeholzt?

Da es das Holz im Regenwald in so großen Mengen gibt (gab), siedelten sich dort große Firmen an, für die die Kosten niedrig sind. Das Holz wuchs, ohne extra angebaut werden zu müssen. Es ist also billig und in großen Mengen verfügbar. Die Löhne für die Arbeiter sind gering und das Holz kann teuer verkauft werden. Ein Problem ist, dass man sich nicht mehr um die Aufforstung des Waldes kümmert.

Durch die Rodung des Regenwaldes werden Orang-Utans immer weiter ins Abseits gedrängt. Immer mehr Nahrungsbäume fallen der Säge zum Opfer – pro Jahr 1,3 Millionen Hektar. Viele Naturschutzorganisationen wollen die Orang-Utans vor dem Aussterben bewahren. So setzen sich bspw. die BOS (Borneo-Orangutan Survival) und der WWF (World Wildlife Found) dafür ein, dass das illegale Baumfällen auf Borneo gestoppt und ein Großteil des Waldes unter Schutz gestellt wird.

Ihr Ziel ist es, die Population der Menschenaffen zumindest zu halten. Damit die Orang-Utans auch in Zukunft Schlafplätze und genug zu essen haben, werden Nest- und Nahrungsbäume angepflanzt. Außerdem werden Wildhüter auf Kontrollgänge geschickt, um Wilderern das Handwerk zu legen.