Ausbildungstag für Gespensterjäger

Von: Katja Mayer

Am 29. Januar 2014 erprobten 24 Edenkobener Schüler/innen die kreativen Einsatzmöglichkeiten des Tablets im Unterricht.

Am 29. Januar 2014 hieß es wieder: „An die Tablets, fertig, los!“ Dieses Mal in Edenkoben, wo 24 Schüler/innen der vierten Klasse einen Vormittag lang die kreativen Einsatzmöglichkeiten des Tablets im Unterricht erprobten. Aufhänger für den Tag war das Buch „Die Gespensterjäger“ von Cornelia Funke, das die Viertklässler/innen bereits im Unterricht gelesen hatten.

Was ist ein MUG? Warum versteckt sich das Gespenst im Keller? Mit was kann man ein UEG zum Schrumpfen bringen? Im „1, 2 oder 3“-Spiel frischten die Schüler/innen die Geschichte rund um Tom, den jungen Gespensterjäger, das Gespenst Hugo und das gefährliche UEG auf. Die Fragen bereiteten ihnen dabei keinerlei Schwierigkeiten. Zu gut hat ihnen das Buch gefallen, als dass sie den Inhalt schon wieder vergessen hätten! Auch als es auf das Tablet zu sprechen kam, wussten die Schüler/innen schon sehr gut Bescheid. Einzig bei der Frage, für was die Abkürzung „App“ steht, gab es kurze Irritationen, als ein Junge „Egg“ verstanden und folgerichtig in „Ei“ übersetzt hatte! Aber dieses kleine Missverständnis war schnell aus der Welt geschafft und schon ging es in Kleingruppen an die Arbeit mit dem Tablet. Bei der ersten Aufgabe, welche die angehenden Gespensterjäger bestehen sollten, ging es um schnelle Reaktionen. Die Schüler/innen mussten in vier, schnell hintereinander auslösenden Fotos, auf ein imaginäres Gespenst reagieren. Danach ging es auf Wortsuche! In einem Wortgitter sollten die Kinder unterschiedliche Begriffe finden, was manchmal gar nicht so einfach war, waren sie doch auch rückwärts und diagonal versteckt. Doch Gespensterjäger brauchen eben auch gute Augen und müssen im größten Durcheinander das Wesentliche erkennen können. Schön zu sehen war, dass auch eine Schülerin serbischer Abstammung, die erst eine Woche zuvor in die Klasse kam und kein Deutsch sprach, die Übung an einem Tablet bestreiten konnte. Spielerisch näherte sie sich über die Wortsuche der deutschen Buchstabenfolge. Ein Glücksfall stellte Praktikantin Irma dar, da sie die serbische Sprache beherrscht und das Mädchen so individuell unterstützen konnte. Bei der letzten Aufgabe konnten die Kleingruppen dann richtig kreativ werden, indem sie ihr eigenes kleines eBook erstellten! Gemeinsam gestalteten sie ein Buchcover und dachten sich Gespenster mit gruseligen Eigenschaften aus. Auch, wie man die Gespenster besiegen kann, wird in den jeweiligen Büchern erklärt. Die Kinder arbeiteten während der ganzen Zeit in Kleingruppen zu dritt oder viert mit einem Tablet. Dabei wurde schnell klar, dass zu viele Finger gleichzeitig auf dem Gerät nicht ganz so gut funktionieren. Sie mussten sich absprechen, Ideen austauschen, Kompromisse schließen und sich bei der Bedienung des iPads abwechseln. Vor allem bei der Gestaltung des eBooks kristallisierte sich in den Gruppen zügig heraus, wer am schnellsten Tippen und wer am besten Malen kann und somit, wer für welche Aufgabe zuständig ist. Alles in allem war der medientriXX-Projekttag in Edenkoben ein voller Erfolg. Die Kinder bedankten sich mehrmals beim Besuch von medien+bildung.com, den beiden Medienpädagoginnen Maren Risch und Katja Mayer sowie den Praktikantinnen Sarah Mergen und Irma Podzic. Die Lehramtsstudentin Paula Schuseil, die das Projekt für ihre Abschlussarbeit evaluierte, hätten sie am liebsten als zukünftige Lehrerin adoptiert  – genauso wie die Tablets als Ergänzung zum Unterricht!