medientriXX in Kandel

Von: Sarah Mergen, Katja Mayer

Am 14. Mai 2014 drehte sich für die Drittklässler/innen der Ludwig-Riedinger-Grundschule alles um das kleine Gespenst Gregor, Freundschaft und Gefühle.

Am 14. Mai 2014 drehte sich für die Drittklässler/innen der Ludwig-Riedinger-Grundschule in Kandel alles um das kleine Gespenst Gregor, Freundschaft und Gefühle. Also dann: „An die Tablets, fertig, los!“

Einen Vormittag lang haben Katja Mayer und Sarah Mergen mit den siebzehn Kindern gearbeitet und ihnen verschiedene kreative Einsatzmöglichkeiten des mobilen Geräts aufgezeigt. Grundlage dafür bildete das Buch „Appetit auf Blutorangen“ von Guido Kasmann, das die Klasse zuvor gelesen hatte. Das große Thema, das sich durch das Buch zieht, ist Freundschaft und damit verbundene Gefühle wie Freude, Eifersucht, verliebt sein. Deshalb stand der Tag unter dem Motto „Gespenster-Freunde“. Das kurze Einstiegsspiel, bei dem die Schüler/innen Fragen zum Inhalt des Buchs beantworteten, meisterten sie mit Leichtigkeit. Mehr als die Hälfte der Kinder hat bereits mit einem Tablet gearbeitet, da sie entweder ein eigenes Gerät besitzen oder das Gerät von Familienmitgliedern nutzen dürfen. Daher gab es bei der Bedienung keine Schwierigkeiten und die Einführung in die Handhabung konnte entsprechend kurz ausfallen.

Bei der ersten praktischen Aufgabe mussten die Kinder ihr schnelles Reaktionsvermögen unter Beweis stellen. Mit der App „IncrediBooth“ wurden wichtige Emotionen einer Freundschaft in Fotos festgehalten: „Trost“, „Spaß“, „Wut“, „Freude“. Hierzu agierten immer zwei Kinder im Wechsel vor der Kamera. Die restlichen Kinder (gearbeitet wurde in Dreier- und Vierergruppen) bedienten das iPad und gaben Anweisungen. Die zweite Aufgabe beinhaltete die größte und kreativste Herausforderung. Mit der App „BookCreator“ gestalteten die Schüler/innen ihr eigenes „Gespensterfreunde-Buch“. Zuerst dachten sie sich ihr eigenes Gespenst aus und erklärten, was es alles kann und gerne mag. Dann erfanden sie kleine Geschichten rund um die Gespenster.

Auch ein selbstgestaltetes Cover für das Buch durfte natürlich nicht fehlen. Durch die vielen Funktionen, die die App bietet (Fotos einbinden, Text tippen, malen), konnten die Kinder viel ausprobieren und hatten große Freiheiten bei der Gestaltung. Die Gruppen arbeiteten recht unterschiedlich. Manche stimmten über jede Entscheidung penibel ab. Andere organisierten sich so, dass jedes Kind eine Seite nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltete. Die offene Aufgabenstellung bietet genau diesen Freiraum und die Zusatzaufgabe lässt auch ein unterschiedliches Arbeitstempo der Gruppen zu.

Bei der dritten und letzten Tagesaufgabe übten sich die Kleingruppen noch einmal im Geschichten erzählen. Mit der App „StoryWheel“ sprachen sie immer abwechselnd zu vorgegebenen, per Zufall durch die App gewählten Bildern kleine Audiobeiträge ein. Diese werden gespeichert und können dann als zusammenhängende Geschichte angehört werden. Zum Abschluss des Projekttages präsentierten die Kleingruppen voller Stolz ihre Ergebnisse den restlichen Klassenkameraden/innen und es gab für jeden einen tosenden Applaus.