Die Mannemer und ihre Musik

Von: Janna Kruse

Die Musikstadt Mannheim passt nicht ganz in eine Radiosendung; das mussten Janna Kruse und Bettina Zäh bald feststellen.

Radio hört man jeden Tag, ob im Auto, unter der Dusche oder im Supermarkt. Aber wie „macht“ man Radio und was steckt alles dahinter? Bettina und ich, Janna, zwei Praktikantinnen bei medien+bildung.com in Ludwigshafen sahen uns genau diesen Fragen gegenübergestellt, als unser Betreuer Mario Di Carlo vorschlug in Zusammenhang mit dem Film- und Dokumentationsprojekt „Mannemer sein“ eine Radiosendung auf die Beine zu stellen. Schnell hatten wir die Idee unsere Sendung ganz der Musik zu widmen. „Die Mannemer und ihre Musik“ sollte es also werden – Eine Sendung mit Künstlern in und aus Mannheim.

Nachdem wir uns einen Sendeplatz auf dem nichtkommerziellen Lokalsender bermuda.funk gesichert hatten, wurden Ideen gesammelt und ein Sendekonzept entwickelt. Insgesamt hatten wir sechs Wochen für die Planung und Umsetzung. Jedoch zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass wir weit mehr Künstler einbinden wollten, als dies in einer Stunde Sendezeit möglich gewesen wäre. Also musste gekürzt werden!

Mit dem Ziel ein möglichst buntgemischtes Programm auf die Beine zu stellen haben wir versucht jeden Musikgeschmack mit Lieder von der Klassik bis zu modernen Elektrobeats zu treffen.

Neben der Musik waren natürlich auch die Künstler unterschiedlicher wie sie nicht hätten sein können. Von drei jungen Talenten aus dem Jungbusch, über Absolventen der Musikhochschule und Pop-Akademie bis hin zu bereits bekannten und erfolgreichen Künstlern wie Xavier Naidoo kam bei uns sogar ein Kabarettist zu Wort oder besser: zum Lied.

Da so eine Sendung neben guter Musik natürlich Inhalte braucht haben wir uns, ganz dem Thema entsprechend, mit der Beauftragten für Musik- und Popkultur Beril Yilmam getroffen, die Pressekonferenz von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zu den geplanten Studienplatzkürzungen der Musikhochschule besucht, die Mannheimer zu diesem heiß diskutierten Thema befragt und über die Ausstellung „MusikWelten“ im Reis-Engelhorn-Museum berichtet.

Nachdem alles recherchiert, aufgenommen und eingefangen war, haben wir fleißig die einzelnen Teile geschnitten und zusammengestellt. Pünktlich zum Abnahmetermin war unsere Podcast-Sendung fertig und samstagabends konnten wir es gar nicht erwarten unser Werk im „echten“ Radio anzuhören. Ein lustiges Gefühl, wenn man seiner eigenen Stimme aus den Lautsprechern lauscht. Eins haben wir auf jeden Fall gelernt: Zum „Radio machen“ gehört weit mehr als am Mikrofon zu stehen, vor allem macht es viel Spaß.

Die Sendung kann auf www.edura.fm gehört werden.